Nach unseren Sommerferien im Norden von Australien nahmen wir unsere letzten 24 Stunden in Sydney in Angriff. Wir genossen noch einmal leckere Sushis, ein saftiges Steak, Scrambled Eggs mit Meeresblick, einen Coastal Walk und natürlich den Blick auf die Opera und die Harbour Bridge. Es hiess auch Abschied nehmen von den sehr geschätzten Freunden, mit welchen wir viele schöne Momente erleben durften.
Wie es das folgende Video zeigt, ist ein Aufenthalt in Australien nicht ohne Risiken. Glücklicherweise kamen wir ohne grössere Attacken aus der Tielwelt über die Runden und sind am 8. Juli wieder in der Schweiz gelandet.
Jetz si wir wieder deheimu und verabschiede isch va alle Blog-Läser. Wir danke fer di viele Email und Kommentär uf dem Blog und freue isch uf es Wiederseh iner Schwiz.
Nachdem wir auf unserem Tauchtrip bereits entlang des Great Barrier Reefs in Richtung Norden unterwegs waren, traten wir nun an Land eine Fahrt in die gleiche Richtung an. Den ersten Stopp legten wir in Port Douglas ein. Hier relaxten und joggten wir am 4 Mile Beach. Der lokale Segelclub lud zu einem kostenlosen Schnupper-Segeln ein und wir nutzen diese Gelegenheit, den Sonnenuntergang auf dem Meer zu geniessen.
Nach dem Aufenthalt in Port Douglas fuhren wir weiter in den Daintree Rainforest und ans Cap Tribulation. Auf dem Daintree River hielten wir nach Krokodilen Ausschau und mit Hilfe unseres Guides konnten wir auch einige erblicken. Am Cap Tribulation treffen das Meer und der Regenwald aufeinander. Die Strände und der Regenwald in dieser Region sind atemberaubend schön und meistens menschenleer. Übernachtet haben wir in einem Bed & Breakfast mitten im Regenwald. Die Lage und der Service waren schlicht perfekt. Katja genoss insbesondere das Frühstück mit vielen bisher unbekannten tropischen Früchten.
Zum Abschluss unseres einjährigen Aufenthalts und einigen intensiven Studiums- und Abreitsstunden gönnten wir uns noch einige Tage im Norden von Australien; genauer gesagt in Tropical Queensland. Während den ersten 5 Tagen unternahmen wir einen Liveaboard Tauch-Trip ans Great Barrier Reef. Mit bis zu 4 Tauchgängen pro Tag hatten wir ein ziemlich anstrengendes Tagesprogramm, so dass wir jeweils todmüde aber um einige Eindrücke reicher abends in die Federn fielen.
Die Unterwasserwelt mit ihrer herrlichen Farbenvielfalt hat es uns so sehr angetan, dass wir am liebsten jeweils länger als 45 bis 50 Minuten dort verweilt wären. Nebst Riesenschildkröten, Haifischen, Baracudas, Feuerfischen, Scorpionfischen, Steinfischen hat es uns besonders der Minke Whale, der auch Zwergwal genannt wird, angetan. Er gehört zu den kleinsten der so genannten Bartenwale, doch die Bezeichnung Zwergwal ist irreführend, denn mit seinen gut zehn Metern Länge und maximal zehn Tonnen Gewicht ist das Tier immer noch so gross und schwer wie ein Lastwagen. Dank ihrem neugierigen Gemüt nähert sich der Minke Whale Tauchern, so dass wir das Vergnügen hatten, diese imposanten Fische beim Schnorkeln näher zu betrachten. Natürlich haben wir auch Nemo – den Clownfisch – gefunden.
Obwohl wir Sport lieber aktiv als passiv betreiben, liessen wir es uns nicht entgehen, Footy, die australische Nationalsportart schlechthin, live zu erleben. Zusammen mit einer Gruppe von Kollegen wohnten wir dem Spiel der Sydney Swans gegen St. Kilda FC bei. Selbstverständlich unterstützen wir Sydney und nicht die Gegner aus Meldbourne. Unser Einsatz hat sich gelohnt und wir konnten als Sieger vom Platz gehen. Das gesamte Regelwerk vom Australian Football haben wir zwar nicht durchblickt, doch es war ein spannender und interessanter Abend. Der Sieg der Swans wurde natürlich mit einem Bier begossen.
Der erste kulinarische Höhepunkt war ein währschafter Fondue-Plausch bei Roland und Michaela. Es war ein richtiger Schweizer Abend mit Schweizer Freunden, Schweizer Musik, Schweizer Käse und einer Linzertorte von den Swiss Bakerz. (Es ist eine Bäckerei, welche von Schweizern aus der Region Bern geführt wird und welche die besten Muffins in Sydney verkauft). Gefehlt hat nur der Schweizer Wein und Kirsch, doch der neuseeländische Sauvignon Blanc war auch ein ganz feiner Tropfen. Abgerundet wurde der Abend mit einer Runde Poker, welche vom Team aus dem Wallis dominiert wurde.
Unser Speiseplan wird oft von Sushis dominiert. Wir geniessen Sushis als Take-Away zum Mittag oder gönnen uns einen leckern Sushi-Deluxe-Platter zum Nachtessen. Da wir auf diese japanische Spezialität auch nach der Rückkehr in die Schweiz nicht verzichten möchten und nicht ein Vermögen an die oft überteuerten Sushi Restaurants in der Schweiz abliefern möchten, liessen wir uns in einer Sushi Cooking Class in die Kunst der Sushi-Zubereitung einführen. Nach dem Anrichten der Zutaten wie Lachs, Teriyaki Chicken, Mayo-Tuna und verschiedenen Gemüsen konnten wir selber Hand anlegen und unsere Sushis rollen. Nach der “Arbeit” konnten wir jede Menge an Sushis geniessen und unser Sushi-Bedürfnis für einige Tage stillen.
Zur Ablenkung vom trüben und regnerischen Wetter machten wir einen Abstecher ins Chinatown. Hier begeisterte uns ein weiterer asiatischer Leckerbissen, Yum Cha. Wörtlich übersetzt heisst Yum Cha Tee trinken, doch glückerweise wurde uns nicht nur Grüntee vorgesetzt. Der Name rührt daher, da diese kleinen feinen Spezialitäten in China zum Tee serviert werden. Zur Auswahl standen viele verschiedene Knödel, Teigtaschen oder Bällchen mit Hackfleisch, BBQ, Seafood oder Gemüse, die im Dampf erhitzt worden sind. Serviert werden die Köstlichkeiten in Bastkörben, welche auf Trolleys durch das Lokal gefahren wurden. Je nach Lust und Laune konnten wir zustimmend nicken oder abwinken. Katja hätte sich gerne zur Krönung noch einen Lobster-Platter gegönnt, doch dann wäre unser Ausflug ins Chinatown wohl doppelt so teuer geworden.
Wir wurden nach unserer Australien-Rundreise sehr blogfaul. Ein herzliches Sorry an die enttäuschten Leser. Hierzu gibt es einige Gründe. Die beiden Blogschreiber – Katja und Michi – hat der Ernst des Lebens wieder eingeholt und es gibt fürs Studium und den Job ziemlich viel zu erledigen, so dass wir die Freizeit lieber mit Joggen oder Salsa tanzen als mit Blogschreiben verbringen. Weiter sind die Erlebnisse hier in Sydney nicht mehr so spektakulär wie auf unserer Reise und es wäre wohl ziemlich langweilig daurend von unseren “Schreibstunden” in der Bibliothek der Law Faculty zu berichten. Denn die Aussicht verleitet nicht wirklich zu einem “Wow!”
Immerhin hat Katja einen wunderschönen Schulweg, mitten durch den Hide Park.
Um den Kopf beim Schreiben eines “Take-Home-Exam” oder der Dissertation zu lüften, machen wir gelegentlich einen Abstecher auf unsere Dachterasse.
Noch weiter in die Höhe sind wir bei der Besichtigung des Sydney Tower gestiegen. Die Stadt einmal aus dieser Perspektive zu sehen war imposant. Sogar unsere Dachterasse war in Sichtweite
Übrigens, Red Bull hat es nun auch bis nach Australien geschafft und natürlich gibt es einen Red Bull Flugtag! Es war ein riesen Event mit über 50′000 Zuschauern vor einer einzigartigen Kulisse.
Die Freude im neuen Zuhause hielt nur kurz an, denn wir mussten mit Schrecken feststellen, dass die Wohnung in einem sehr schmutzigen Zustand war. Unsere Vorgängerin hat offensichtlich keine Minute ins Putzen investiert und die Abnahme der Wohnung wurde wahrscheinlich mit verbundenen Augen durchgeführt. Die Vermietungsagentur hat dann ein Reinigungsinstitut organisiert, welches jedoch erst in 4 Tagen einsatzbereit war. Wir flüchteten dann 2 Tage vom Dreck ins Hunter Valley. Das Hunter Valley ist mit über 100 Weinproduzenten eine der grössten Weinregionen Australiens. Im subtropischen Klima dieses Tales reifen die Sémillon und Shiraz Traupen besonders gut. Sehr sehenswert sind auch die Hunter Valley Gardens. Neben den feinen Tropfen kamen die Gaumenfreuden dank feinem Käse, Oliven oder Dukka (Nuss-Gewürzmischung, die mit Olivenöl genossen wird) nicht zu kurz.
Die ersten Tage nach unserer Rückkehr nach Sydney waren ziemlich hektisch, denn wir wollten möglichst bald in ein neues Zuhause einziehen. Der Wohnungsmarkt in Sydney ist recht ausgetrocknet und interessante Objekte mit bezahlbaren Mieten sind rar. Zudem wird oft eine Mindestmietdauer von 6 Monaten verlangt. Nach der Besichtung von 8 Wohnungen haben wir uns schlussendlich auf 2 beworben. Bei einer gab es eine Absage und in die andere konnten wir bereits am nächsten Tag einziehen. Nun wohnen wir an der Goulburn Street 220 in Surry Hills. Die Lage ist genial: die Crown und die Oxford Street mit ihren unzähligen Restaurants, Shops und Bars sind nur 1 Minute entfernt, im Hyde Park sind wir in 5 Minuten und in der Jus Fakultät ist Katja in einer Viertelstunde. Wir sind wieder in eine möbilierte Wohnung eingezogen und konnten uns daher schon bald angenehmeren Dingen, wie dem Joggen im Centennial Park, zuwenden.
Start und Abschluss unserer Reise an der Westküste Australiens war Perth. Hier war auch unser “Basecamp” für die Reisen in den Süden und Norden der Westküste. Wir durften uns in Perth bei Isobel und Allan einquartieren und wurden von ihnen in allen Belangen verwöhnt. Wir fanden hier ein “Australian Home”. Wir lernten die ganze Familie kennen: den Bruder von Isobel und seine Frau bei einem gemütlichen Zmittag in einer Weinkellerei im Swan Valley, die Tocher Gillien im Beach Restaurant ihres Partners und den Sohn Brad mit seiner Partnerin und ihren neugeborenen Zwillingen in ihrem neuen Zuhausse ausserhalb von Perth. Wir verbrachten dank der Gastfreundlichkeit von Allan und Isobel eine fantastische Zeit in Perth und Umgebung. Michi entwickelte sich sogar zum Hundefreund und machte Jessie ihrem Herrchen Allan abspänstig.
Isobel and Allan, many thanks for everything you did for us. We loved the delicious brekkies and dinners you prepared for us. The trip to Rottnest Island is memorable and was a highlight of our trip through Australia. We will miss our home in Perth and the running and swimming along the beach with Allan and Jessie.